Sven Gabor Janszky -


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Trendforscher

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Trendanalyse: Das letzte Gefecht des Datenschutzes

Am vergangenen Freitag wurde in Deutschland das neue Datenschutzgesetz beschlossen. Die befürchteten weitgehenden Restriktionen sind vorerst ausgeblieben, die Direktmarketingbranche hat eine Galgenfrist bekommen. Doch die Erleichterung in der Wirtschaft darf nicht darüber hinweg täuschen, dass das Gesetz im Augenblick seines Inkrafttretens schon wieder veraltet ist. Die heutige Datenschutzdebatte ist ein Relikt der alten Zeit und das vermutlich letzte Gefecht des überkommenen Datenschutzes. Die Debatte über eine erneute Novelle des Datenschutzgesetzes hat schon begonnen. Lesen Sie, welche Trends unseren Umgang mit den Daten im Jahr 2020 bestimmen werden.

 

Wir erleben derzeit einen radikalen Paradigmenwechsel im Datenschutz. Denn die Grundannahme, dass Bürger Ihre Daten nicht freigeben wollen stimmt nicht mehr. Dies ist die Denke der 80er Jahre in denen viele Bürger den Staat als "allmächtigen Überwacher" und Gegner sahen. Dies ist über 25 Jahre her! Die 68er haben ihre berechtigten Ängste von damals mit in die heutige Zeit gebracht und dabei vergessen, dass sie selbst es waren, die dieses Land verändert haben. Heute leben wir lebt in einer komplett anderen Welt. Wir wollen unsere Daten nicht verheimlichen!

 

Wir wollen unsere Daten freigeben! In Zukunft werden wir dies täglich tun, denn wir leben in einer digitalen Zeit. Wir sind ständig vernetzt. Dadurch ist jede Information, jeder Film, jede Werbung permanent verfügbar. Wir haben uns eine Anarchie der Angebote geschaffen, einen Informations-Overflow der uns permanent umgibt. Wir haben gelernt, dass wir diese Informationen nur dann sinnvoll für unser Leben filtern können, wenn wir unsere Daten und Bedürfnisse preisgeben  und durch intelligente Systeme auswerten lassen.

 

Die heutige Datenschutzdebatte ist deshalb ein Relikt der alten Zeit und das vermutlich letzte Gefecht des überkommenen Datenschutzes. Die Politik muss verstehen, dass sie dem Bürger nicht das Verheimlichen seiner Daten erleichtern muss, sondern dem Bürger eine Möglichkeit schaffen muss, seine Daten freizugeben und gleichzeitig die Souveränität über seine Daten zu behalten. Datenschutz der Zukunft heißt, dass der Bürger mit einem Klick die über ihn gespeicherten Daten ansehen, verändern und löschen kann.


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